Trends und Entwicklungen im WWW.
Barak Obama hat es vorgemacht, im Superwahljahr versuchen die deutschen Parteien nach zu ziehen: Wähler werben übers Web. Gestern las ich auf tagesschau.de, dass die beiden großen Volksparteien ihre Websites komplett überarbeitet
hätten. Da spätestens in Zeiten des Wahlkampfes wirklich jeder Besucher wichtig sein dürfte, lohnt sich auch mal ein vergleichender Blick darauf, wer mehr aus seinen Seiten kitzelt hinsichltich Zugänglichkeit und Nutzerfreundlichkeit.
Spricht man heute über Datenschutz, so stößt man nicht selten auf Desinteresse oder wird scherzhaft gar als paranoid abgestempelt. In Zeiten von kostenlosen Google-Diensten, „Social Networks“ und allen möglichen Web2.0 Angeboten ist es schon fast unmöglich keine persönlichen Datenspuren zu hinterlassen. Auf den ersten Blick ist das ja auch kein Problem, geschweige denn gefährlich. Vor einiger Zeit las oder hörte ich mal einen Spruch eines Datenschützers, der seine Situation sehr trefflich umschrieb. Sinngemäß sagte er, das Problem der Datenschützer sei es, dass die breite Masse erst aufwacht, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist. Und es stimmt schon, man denkt sich nichts dabei, wenn man seine Daten anderen überantwortet, wenn man sich dessen überhaupt bewusst ist.
Das Internet ist aber längst nicht der einzige Ort, an dem man eher unbewusst seine Daten verliert
. Wer heute noch denkt, seine persönlichen Daten seien nicht schützenswert, dem empfehle ich, sich folgendes Video anzusehen:
Der Gläserne Deutsche – wie wir Deutsche ausgespäht werden
Nachtrag: die Dokumentation ist bei Youtube zu finden: Der gläserne Deutsche
Seit heute bin ich Editor beim “Open Directory Project” für die Kategorie ../Volleyball/Vereine/Deutschland/Sachsen.
Wer es noch nicht kennt: Beim ODP handelt es sich um ein Verzeichnis von Websites, das sich zur Aufgabe gemacht hat möglichst viele Inhalte des Internets zu sammeln. Dabei kann jeder eine Seite für einen bestimmten Themenbereich vorschlagen, die dann nach Überprüfung durch einen Editor aufgenommen wird, oder eben nicht. Voraussetzung ist natürlich sinnvoller Inhalt. Leider scheint das ganze etwas unterbesetzt zu sein, sodass durchaus auch mal ein Jahr ins Land gehen kann, bevor eine vorgeschlagene Seite aufgenommen wird.
Die folgenden zwei Links führen zu Videos auf Youtube, die sehr anschaulich Zeigen, wie ein scheinbar visuelles Medium wie das Internet auch von Menschen mit Sehbehinderungen genutzt wird, und warum es so wichtig ist, dass Webmaster auch die Barrierefreiheit einer Website im Blick haben sollten:
Ab heute kann man den neuen Internet Explorer 8 herunterladen. Ich bin wirklich gespannt, in wie weit der neue IE mit den Konkurenzprodukten in Sachen Webstandards mithalten kann. Bisher habe ich nur vergleichsweise positive Eindrücke von der Vorabversion gelesen.
Schauen wir mal. Da ich stark annehme, dass die Installation die 7er Version auf dem System plättet und nicht zu erwarten ist, dass in den nächsten Wochen die älteren IE Versionen verschwinden, werde ich mir vor der Installation erstmal die Möglichkeiten zu Gemüte führen, um mehrere Versionen parallel auf einem System zu betreiben.
Mehr dazu morgen.
Nachtrag 20.03.09:
Das Internet als zentraler Teil des Soziallebens – eine beklemmende Vorstellung.
Plötzlich losdröhnende Musik auf Websites zählt zu den sichersten Methoden, Besucher zu vergraulen.
Wordpress betrachtet jeden Kommentar als potentielen Spam. Auch dann noch, wenn ich es besser weiß. Weg damit!
Disclaimer sind nicht nur unnütz, sondern auch unhöflich. Dann können wir das Verlinken auch gleich sein lassen.
Barrierefreiheit ist kein Punkt auf der Aufpreisliste, sondern gehört zur Grundaustattung. Sollte es zumindest.