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	<title>Aktuelle Artikel auf dNaber.de &#187; Gesellschaft</title>
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	<description>Die zehn neuesten Beiträge aus dem Blog von David Naber.</description>
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		<title>Für eine handvoll Popcorn</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Feb 2011 19:34:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>

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		<description><![CDATA[Über das unmoralisch intransparente Geschäftsmodell von Facebook, bei dem man sich neuerdings selbst zur Werbefigur abstempeln kann.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mark Zuckerberg ist einer der jüngsten Selfmade-Milliardäre der Welt. Innerhalb von fünf Jahren ist es ihm gelungen aus <del>Schei</del>… scheinbar Nichts Geld zu machen. Der Wert seines sozialen Netzwerks Facebook wird auf bis zu 55 Mrd. $ geschätzt und ist darüber hinaus zum Quasi-Standard im Web 2.0 geworden. Zwar kenne ich Zuckerberg nicht persönlich – woher auch – dennoch ist er mir herzlich unsympatisch. Facebooks enormer virtueller Wert schöpft sich nicht aus einer besonders kreativen Leistung, oder einem inovativen Produkt, nein, Ware und Wert sind die Nutzer.</p>
<p>Facebook war nicht Zuckerbergs erstes Projekt. Aus einer Idee, unanttraktive Bilder seiner Kommilitonen mit Fotos von Tieren zu vergleichen, die ihm nach eigenen Angaben <del>im Suff</del> unter Alkoholeinfluss kam, entstand FaceMash.com, ein visuelles Bewertungssystem für Studenten. Die Bilder dafür »besorgte« Zuckerberg sich übrigens aus den geschützten Netzwerken der Harvard-Uni. Erst Später folgte Facebook, das schrittweise erst Studenten, später auch Schülern der Vereinigten Staaten und schließlich allen zur freien Nutzung geöffnet wurde. Es stellte sich als das bessere Geschäftsmodell heraus.</p>
<p>Heute sind weltweit über 500 Millionen Nutzer bei Facebook registriert. Unzählige Websites bieten einen Facebook-Link an, oft kann man sich sogar mit dem Facebook-Account bei anderen Diensten anmelden. Dem Nutzer bieten sich eine Fülle von Möglichkeiten sämtliche Kontakte zentral zu verwalten und sich selbst zu präsentieren in dem man Fotos oder Videos hochläd oder einen Weblog führt. Dabei entscheidet jeder selbst, was und wieviel er von sich preis gibt und kann einstellen, wer die Informationen einsehen darf. (Ein Fortschritt im Vergleich zu Zuckerbergs erstem Projekt.) Eine derart prall gefüllte Datenbank, voll von persönlichen Interessen,  Personenbeziehungen oder auch dem aktuellem Standort, beschert  Facebook dennoch regelmäßig finanzkräftige Investoren.</p>
<p>Was erhält man, wenn man die Schnittmenge aus Kunden eines bekannten Internetdienstanbieters und einer großen Handelskette mit Rabattsystem auf Basis persönlicher Kundenkarten bildet? Eine beachtenswert große Versuchsgruppe, an der man die nachhaltige Wirkung von Werbung nachweisen kann, völlig ohne das Wissen der Probanden. So geschehen bei einem <a href="http://www.zeit.de/wirtschaft/2011-01/werbung-internet">Experiment</a> das in Kooperation zwischen Yahoo und einer nicht genannten Handelskette in den USA stattfand. Das Ergebnis ist erschreckend eindeutig: die 80% der Versuchsobjekte, die regelmäßig Werbung des Händlers eingeblendet bekamen, gingen deutlich häufiger bei diesem einkaufen und gaben auch mehr Geld pro Einkauf aus, ohne dass es ihnen bewusst gewesen wäre. Dabei war es unerheblich, ob die Bannerwerbung angeklickt wurde oder nicht. Diese Art der <del>Manipulation</del> Werbung ist also hoch effektiv und darüber hinaus kostengünstig. Um die Effektivität dieser suggestiven Kundenaquise weiter zu steigern müsste man die eingeblendete Werbung nur noch auf die persönlichen Interessen des Menschen vor dem Bildschirm anpassen. Und wo würde man genauere Informationen über die »Wünsche« des »Kunden« erfahren als in den Datenbanken eines omnipräsenten sozialen Netzwerks?</p>
<p>Seit Neuestem kann man sich bei Facebook auch aktiv zum Objekt der Werbekampagnen degradieren. Dazu reicht es, der Welt über sein Smartphone mitzuteilen, dass man sich gerade in der Filiale eines Geschäftspartners von Facebook aufhält. Als Gegenleistung erhält man kostenlos eine Tüte Popcorn von der Lieblings-Kinokette oder einen Fanschal des Lieblingsvereins. Wäre es nicht sogar echt praktisch, wenn im Anschluss an den Kinobesuch sich der Lieblingsklamottenladen meldet, der zufällig ein Superschnäppchen nur für »Dich«  und noch zufälliger, genau in deiner Größe parat hat?</p>
<p>Mark Zuckerberg, der die Privatsphäre für überholt hällt, behauptet, die Leute würden freiwillig immer mehr Daten über sich preisgeben um sie mit anderen zu teilen. Facebook würde sich diesem Trend lediglich anpassen. Damit mag er recht haben. Ich unterstelle ihm, dass sich Facebook diesem Trend nicht nur anpasst, sondern ihn maßgeblich antreibt und zwar nicht um den Leuten die Möglichkeit zu geben sich mit anderen auszutauschen, sondern mit diesen Informationen Geld zu verdienen – möglichst ohne das die Nutzer davon wissen.</p>
<p>Es ist also nicht der lockere Umgang mit persönlichen Daten, den man Facebook vorwerfen muss, liebe Frau Aigner. Selbst bei völliger Transparenz der Datenschutzeinstellungen, Facebook muss niemandem direkten Zugriff auf seine Datenbanken geben, oder Adressen verkaufen, wie es in der <a href="http://dnaber.de/p200">Dialogmarketingbranche gern gemach wird</a>. Es reicht, die entsprechenden »Werbeflächen« für Kundenprofile zu verkaufen, die nahezu beliebig scharf abgegrenz werden können. Anstatt also zu laschen Datenschutz anzuprangern, sollten Sie vieleicht lieber Anfangen, die Leute aufzuklären, welchen Preis sie für ihre Mitgliedschaft wirklich zahlen. Aber das könnte ja langfristig indirekt der Binnennachfrage schaden.</p>
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		<title>Did you know?</title>
		<link>http://dnaber.de/blog/2009/did-you-know/</link>
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		<pubDate>Mon, 22 Jun 2009 09:11:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/UIDLIwlzkgY&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/UIDLIwlzkgY&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
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		<title>Der gläserne Mensch</title>
		<link>http://dnaber.de/blog/2009/der_glaeserne_mensch/</link>
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		<pubDate>Fri, 10 Apr 2009 15:59:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>

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		<description><![CDATA[Spricht man heute über Datenschutz, so stößt man nicht selten auf Desinteresse oder wird scherzhaft gar als paranoid abgestempelt. In Zeiten von kostenlosen Google-Diensten, „Social Networks“ und allen möglichen Web2.0 Angeboten ist es schon fast unmöglich keine persönlichen Datenspuren zu hinterlassen. Auf den ersten Blick ist das ja auch kein Problem, geschweige denn gefährlich. Vor …]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Spricht man heute über Datenschutz, so stößt man nicht selten auf Desinteresse oder wird scherzhaft gar als paranoid abgestempelt. In Zeiten von kostenlosen Google-Diensten, „Social Networks“ und allen möglichen Web2.0 Angeboten ist es schon fast unmöglich keine persönlichen Datenspuren zu hinterlassen. Auf den ersten Blick ist das ja auch kein Problem, geschweige denn gefährlich. Vor einiger Zeit las oder hörte ich mal einen Spruch eines Datenschützers, der seine Situation sehr trefflich umschrieb. Sinngemäß sagte er, das Problem der Datenschützer sei es, dass die breite Masse erst aufwacht, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist. Und es stimmt schon, man denkt sich nichts dabei, wenn man seine Daten anderen überantwortet, wenn man sich dessen überhaupt bewusst ist.</p>
<p>Das Internet ist aber längst nicht der einzige Ort, an dem man eher unbewusst seine Daten <q>verliert</q>. Wer heute noch denkt, seine persönlichen Daten seien nicht schützenswert, dem empfehle ich, sich folgendes Video anzusehen:</p>
<p><del><a rel="external" href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/729912">Der Gläserne Deutsche &#8211; wie wir Deutsche ausgespäht werden</a></del><br />
<ins datetime="2010-12-08">Nachtrag: die Dokumentation ist bei Youtube zu finden: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=s6wja9x-orA">Der gläserne Deutsche</a></ins><br />
<span id="more-200"></span></p>
<h3>Alles bloß Schwarzmalerei?</h3>
<p>Zugegeben, das Szenario am Anfang der Doku ist schon noch düstere Zukunftsmusik und kann bei Bedarf auch übersprungen werden.<br />
Das alleinige sammeln von Daten ist an sich ja reine Statistik und so denken sich viele nichts dabei, wenn man bei Rabatsystemen wie <q>Payback</q> mitmacht, oder beim Tanken mal wieder die <acronym title="Allgemeiner Deutscher Automobilclub">ADAC</acronym>-Karte vorlegt, wenn man sich überhaupt bewusst ist, dass dabei Daten gesammelt werden. Das Problem entsteht erst aus der Verknüpfung vieler einzelner Daten zu einem Profil. Heute existieren Firmen, die von Millionen von Bundesbürgern zu dem Namen und der Adresse auch noch Familienstand, Einkommensverhältnisse, Konsumvorlieben, Wahlverhalten usw. parat haben und mit diesen Daten ganz legal Handel treiben.   <a rel="external" href="http://shop.az-direct.com/">AZ-Direct</a> oder auch die <a rel="external" href="http://www.deutschepost.de/dpag?tab=1&amp;skin=hi&amp;check=yes&amp;lang=de_DE&amp;xmlFile=link1015587_1007">Deutsche Post</a> bieten umfangreiche Datensätze für <abbr title="sogenanntes">sog.</abbr> Direkt- oder Dialogmarketing an.</p>
<p>Aber auch Vater Staat selber bemüht sich redlich immer mehr über seine Bürger in Erfahrung zu bringen. Ob Biometrischer Reisepass, Videoüberwachung an immer mehr öffentlichen Plätzen oder die geplante Vorratsdatenspeicherung. Da kann einem schon mulmig werden, vor allem wenn einem klar wird, dass <acronym title="Bundeskriminalamt">BKA</acronym>-Gesetz, Sicherheitspaket 2 und wie die Pakete zur Verschärfung der <q>inneren Sicherheit</q> alle heißen,  eigentlich nur das legalisieren soll, was heutzutage offenbar schon <a rel="external" href="http://blog.rbb-online.de/roller/abendschaublog/entry/so_schnell_ist_man_ein">gängige</a> <a rel="external" href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/art270,2407078">Praxis</a> ist. (Auch hier sei noch mal auf das Video verwiesen). Rutscht man, aus welch absurdem Grund auch immer, zufällig in den Verdacht ein Terrorist zu sein (oder nur in Kontakt zu einer <q>terroristischen Vereinigung</q>), springt ein Überwachungsapparat an, der jedem treuen Stasimitarbeiter die Tränen in die Augen getrieben hätte. Was es bedeutet vom Staat überwacht zu werden, kann man in <a rel="external" href="http://toscho.de/2009/ueberwach/">Zeitzeugenberichten</a> ehemaliger <acronym title="Deutsche Demokratische Republik">DDR</acronym>-Bürger nachlesen. Aber das nur am Rande.</p>
<p>Da kann man schon fast zum Zyniker werden, wenn man hört, dass der Bundesinnenminister ein neues <em>Datenschutz</em>gesetz auf den Weg bringen will, das <abbr title="unter anderem">u.a.</abbr> den Datenhandel deutlicher regulieren soll, in dem die betroffene Person erst einwilligen muss, bevor ihre Daten weiter verkauft werden können. Das ruft natürlich die Lobbyisten der Dialogmarketingbranche auf den Plan, die zu parlamentarischen Frühstücken einladen und Stück um Stück versuchen, den Gesetzentwurf aufzuweichen. Am besten gefällt mir hier die <q>Rechtfertigung</q> von Dieter Weng, dem Präsidenten des <acronym title="Deutscher Direktmarketing Verband">DDV</acronym>:</p>
<blockquote><p>Ich bin mir sicher das Verbraucher sich belästigt fühlen. Aber sie sind Menschen und wir sind jeden Tag belästigt von Hupen auf der Straße [...] Die Tatsache, dass wir permanent versuchen durch Verordnungen diese Belästigung zu verringern, erhöht die Wahrscheinlichkeit, das ich mich belästigt fühle.</p></blockquote>
<p>Das muss man sich für einen Moment mal auf der Zunge zergehen lassen!  Man weiß, dass man die Leute nervt, aber solange damit genug Geld zu machen ist, ist einem alles andere offenbar egal. Das ist an Dreistigkeit kaum noch zu überbieten.</p>
<h3>Was tun</h3>
<p>Angesichts dieser Tatsachen bleibt einem heutzutage kaum mehr übrig, als genau hinzuschauen wo und wem ich meine Daten anvertraue. Muss ich wirklich bei Bonusprogrammen mitmachen nur um hier und da ein paar Cent zu sparen (wenn überhaupt), um im Gegenzug ein Käuferprofil von mir erstellen zu lassen?  Muss ich wirklich das Gewinnspiel um das tolle Auto im Einkaufszentrum mitmachen, bei dem <q>nur</q> Name, Adresse, Telefon etc. auf einem Kärtchen einzutragen sind?</p>
<p>Auch oder gerade im Internet sollte man die Augen offen halten. Ein gutes Beispiel sind die gerade aktuellen Gravatare. Ein zentrales System, dass dem Benutzer erlaubt ein Benutzerbild (Avatar) zu hinterlegen, welches dann in jedem Blog oder Forum anhand der E-Mailadresse des Nutzers geladen wird. Das Bedeutet jede E-Mailadresse, egal ob bei Gravatar angemeldet oder nicht wird bei jedem Seitenaufruf an den Zentralen Server geschickt und der Anbieter dieses Dienstes kann problemlos mitverfolgen wer wann und wo welche Beiträge liest. Einfacher kann man es doch gar nicht haben.</p>
<p>Gleiches gilt für den ganzen <q>social network</q>-Kram wie Facebook oder StudiVZ. Man sollte sich nicht der falschen Annahme hingeben, dass die Bilder und die Infos über seine Person auf immer und ewig auch wirklich nur den als <q>Freunde</q> eingestuften Benutzern zugänglich bleiben. Es spricht grundsätzlich nichts gegen die Nutzung solcher Netzwerke, aber man sollte sich einmal die Frage stellen, sind die Informationen, die ich da über mich hineinstelle wirklich für alle Ohren bestimmt? Würde ich sowas auch einem wildfremden Menschen auf der Straße erzählen? Was einmal im Internet steht, steht für immer da drin.</p>
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		<title>„Quelle: Internet“</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Mar 2009 12:01:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Was ich heute Morgen im Sat1 Frühstücksfernsehn sehen musste, ließ mich fast an die Decke gehen. Es ging mal wieder um das Thema dieser Tage: der Amoklauf von Winnenden. Wie damit in vielen privaten TV-Sendern umgegangen wird ist an Sensationslust und Ignoranz kaum zu überbieten. Es reicht nicht, Stunden nach der Tat, möglichst viele schockierende …]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was ich heute Morgen im Sat1 Frühstücksfernsehn sehen musste, ließ mich fast an die Decke gehen. Es ging mal wieder um <em>das</em> Thema dieser Tage: der Amoklauf von Winnenden. Wie damit in vielen <span style="text-decoration: line-through;">privaten</span> <acronym title="Television">TV</acronym>-Sendern umgegangen wird ist an Sensationslust und Ignoranz kaum zu überbieten. <span id="more-150"></span></p>
<p>Es reicht nicht, Stunden nach der Tat, möglichst viele schockierende Bilder von offensichtlich noch völlig verstörten Menschen zu zeigen und das Leid quasi hautnah zu transportieren. Inzwischen will man auch Zusammenhänge zur Tat und potentielle Nachahmer im Internet gefunden haben. Dabei werden zweifelhafte Zitate aus einem Counterstrike-Forum aus dem Zusammenhang gerissen, in denen solche Gewalttaten angeblich verherrlicht werden. Natürlich zeigt man auch die entsprechenden Szenen aus Counterstrike und anderen Ego-Shootern sowie diverse Youtube-Videos, die Täter vorhergegangener Taten zeigen sollen.  Untertitelt ist das ganze mit folgenden zwei Worten: „Quelle: Internet“. Das Internet als dunkler Sumpf für potentiell Gewalttätige. Das ist in etwa so, als würde man bei dem Zitat eines Gedichtes die Quelle „Buch“ angeben. Pietät und Zurückhaltung ist im Kampf um die Quote offenbar keinen Cent mehr wert.</p>
<p>Nachtrag(13.03):</p>
<p>Wie „gut“ mancherorts recherchiert wurde zeigt die <a href="http://krautchan.net/" rel="external">Stellungnahme der Betreiber</a> des Forums krautchan.net bezüglich der angeblichen Ankündigung der Tat im Internet auf eben diesem Forum.</p>
<p>Dass man auf Bildblog.de <a href="http://www.bildblog.de/6413/wie-bild-den-amoklauf-in-szene-setzt/" rel="external">über den Fall lesen muss</a>, war auch zu erwarten.</p>
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		<title>„Webciety“</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Mar 2009 11:51:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Web2.0]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Internet als zentraler Teil des Soziallebens – eine beklemmende Vorstellung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Oder: <q>Das Internet als Teil des Soziallebens</q>.</p>
<p><q title="web-society" lang="en">Webciety</q> ist eines der <a href="http://www.cebit.de/webciety_d" rel="external">Schwerpunktthemen</a> auf der diesjährigen <a href="http://www.cebit.de/homepage_d" rel="external"><acronym>CeBIT</acronym></a>. Das Kunstwort setzt sich zusammen aus <q title="Internet" lang="en">web</q> und <q title="Gesellschaft" lang="en">society</q>.  Ich las es zum ersten mal in dem <a href="http://www.tagesschau.de/wirtschaft/interviewlobo100.html" rel="external">Interview mit Sasha Lobo</a> auf <a href="http://www.tagesschau.de/" rel="external">tagesschau.de</a>. Im Prinzip geht es um das Internet als <q>Herz der Gesellschaft</q>, heute und in Zukunft. <span id="more-122"></span></p>
<p>Das Internet ist ein Medium, ein Werkzeug, dass ich nutze um  Informationen zu sammeln, mich zu Unterhalten oder um zu kommunizieren. Um damit richtig umzugehen erfordert es Medienkompetenz seitens des Nutzers, mehr noch, als bei klassischen Medien wie TV oder Printmedien. Ich muss wissen, wie ich Informationen zu werten habe, welchen Quellen ich trauen kann und vor allem, was ich selber von mir preis gebe und warum. Ich will hier nicht in das Horn der <em>ewig gestrigen</em> Datenschützer stoßen, denn mal ehrlich wer zeigt sich nicht gern auf feucht-fröhlichen Parybildern im Internet. Was blindes Abschreiben bewirkt, konnte man erst kürzlich beobachten, als der Bundeswirtschaftsminister Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg plötzlich in mehreren Tageszeitungen einen <a href="http://www.bildblog.de/5695/wie-ich-freiherr-von-guttenberg-zu-wilhelm-machte/" rel="external">zusätzlichen (und damit falschen) Vornamen</a> hatte.</p>
<p>Diese Medienkompetenz wird umso wichtiger, wenn nun das Internet als Teil des Soziallebens, vor allem der jüngeren Generationen, betrachtet wird. Fehlt diese, läuft man Gefahr sich in eine Abhängigkeit zu begeben und sein Privatleben nur noch dem Internet anzuvertrauen. Andererseits kann eine Distanz zum Internet inzwischen schon eine Ausgrenzung aus sozialen Gemeinschaften bedeuten. Ich bin kein Soziologe, aber ist dass wirklich so wünschenswert?</p>
<p>Wenn also Herr Lobo sagt,  das Internet werde immer mehr ein <q>Teil des Soziallebens</q> und es <q>greift an unerwarteten Stellen ins Leben der Menschen ein</q> (die Zitate stammen aus dem Interview-Video auf oben verlinktem tagesschau.de-Artikel), dann muss die Frage erlaubt sein, ob wir immer noch das Internet kontrollieren, oder das Internet inzwischen uns.</p>
<p>Ich selber nutze fast täglich das Internet, sei es um für die Uni zu lernen, oder einfach zur Unterhaltung. Um zu kommunizieren nutze ich E-Mail, Messenger und Internetforen. Mit meinem Freundeskreis kann ich aber auch gänzlich ohne Internet in Kontakt bleiben und das ist auch gut so.</p>
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		<title>Alle Jahre wieder&#8230;</title>
		<link>http://dnaber.de/blog/2009/alle-jahre-wieder/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Feb 2009 12:55:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dresden]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.dnaber.de/?p=43</guid>
		<description><![CDATA[Dresden wird, wie jedes Jahr zum 13.Februar zum Schauplatz für alle Richtungen des politischen Spektrums. Unschön!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich ist es ja schon wieder kalter Kaffee: Dresden und der 13. Februar 2009.<br />
Gerade las ich aber im Dresdner <a rel="external" href="http://www.wochenkurier.info">Wochenkurier</a> (eine kostenfreie Wochenzeitung) ein kurzen Beitrag der mich grübeln ließ.</p>
<p>Prinzipiell ist es gut und auch wichtig, der Zerstörung der Stadt gegen Ende des zweiten Weltkrieges zu gedenken und sich in Erinnerung zu  rufen, wie es denn soweit kommen konnte. Leider wird dieses Ereignis seit Jahren schon von den Rechten für ihre Zwecke instrumentalisiert und jährlich werden es mehr bei deren Aufmärschen. Das wirft natürlich die Frage auf: Wie soll man damit umgehen? <span id="more-43"></span></p>
<p>Einerseits ist es auf gewisse Weise beruhigend, dass das Bündnis »<a rel="external" href="http://www.geh-denken.de/joomla/">Geh Denken</a>« über 6000 Gegendemonstranten auf die Straße rief und hier ein klares Zeichen gegen Rechts gesetzt wurde. Andererseits bringt das gleichzeitig nur noch mehr Öffentlichkeit für die Rechten, da es das ganze noch mehr aufwirbelt, vor allem wenn man dann einen  <a rel="external" href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,607669,00.html">solchen Artikel</a> ließt, in dem Dresden zur »Pilgerstätte« für Neonazis degradiert wird.</p>
<p>Und jetzt? Wir haben also tausende Neonazis, noch mehr Gegendemonstranten und 4000 Polizisten aus dem halben Bundesgebiet auf der Straße, kurz gesagt ein riesen Politikum. So richtig als würdevoll, im Sinne eines Gedenkens an die vielen Opfer dieses Tages, kann ich das nicht bezeichnen. So nämlich überschreibt der Wochenkurier die Danksagung der Dresdner Oberbürgermeisterin Helma Orosz in seiner heutigen Ausgabe: »Würdiges Gedenken«. Sie bedankt sich dort bei allen Dresdnern, die »[…] am Wochenende in Würde der Toten[…] gedacht haben«.</p>
<p>Ich selbst stand am 13.02.09 gegen 19.30 Uhr auf dem Neumarkt vor der Frauenkirche und hörte mir die Gedenkfeier an, die dort lief. Hier sprach man von Versöhnung und Brüderlichkeit, von Freundschaft untereinander und den Aufgaben die uns noch bevorstehen, angesichts vieler weiterer Kriege die auf unsrer Welt noch toben. Ein fader Beigeschmack blieb trotzdem angesichts des Polizeihubschraubers der schon seit Stunden über der Stadt kreiste und den unzähligen Polizeikonvois, die die Stadt füllten.<br />
Denn offenbar haben einige immer noch nichts begriffen.</p>
<p>Ein freudiges Ereignis schloss sich der Gedenkfeier vor der Frauenkirche an. Ronny Matthes präsentierte ab 20 Uhr im Quartier an der Frauenkirche in seinem ersten Konzert seine CD »<a rel="external" href="http://matthesmusic.de/dresden_projekt.html/">Dresden &#8211; 13. Februar 1945</a>«. Begleitet von einem Film der Aufnahmen von Dresden vor, während und nach der Zerstörung zeigte, hörte man Klaviermusik, teils begleitet von Chor- und Sologesang sowie einige CD-Einspielungen. Es war ein beeindruckendes Konzert, das diesem tragischen Ereignis würdig gedachte.</p>
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