„Webciety“

Oder: Das Internet als Teil des Soziallebens.

Webciety ist eines der Schwerpunktthemen auf der diesjährigen CeBIT. Das Kunstwort setzt sich zusammen aus web und society. Ich las es zum ersten mal in dem Interview mit Sasha Lobo auf tagesschau.de. Im Prinzip geht es um das Internet als Herz der Gesellschaft, heute und in Zukunft.

Das Internet ist ein Medium, ein Werkzeug, dass ich nutze um Informationen zu sammeln, mich zu Unterhalten oder um zu kommunizieren. Um damit richtig umzugehen erfordert es Medienkompetenz seitens des Nutzers, mehr noch, als bei klassischen Medien wie TV oder Printmedien. Ich muss wissen, wie ich Informationen zu werten habe, welchen Quellen ich trauen kann und vor allem, was ich selber von mir preis gebe und warum. Ich will hier nicht in das Horn der ewig gestrigen Datenschützer stoßen, denn mal ehrlich wer zeigt sich nicht gern auf feucht-fröhlichen Parybildern im Internet. Was blindes Abschreiben bewirkt, konnte man erst kürzlich beobachten, als der Bundeswirtschaftsminister Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg plötzlich in mehreren Tageszeitungen einen zusätzlichen (und damit falschen) Vornamen hatte.

Diese Medienkompetenz wird umso wichtiger, wenn nun das Internet als Teil des Soziallebens, vor allem der jüngeren Generationen, betrachtet wird. Fehlt diese, läuft man Gefahr sich in eine Abhängigkeit zu begeben und sein Privatleben nur noch dem Internet anzuvertrauen. Andererseits kann eine Distanz zum Internet inzwischen schon eine Ausgrenzung aus sozialen Gemeinschaften bedeuten. Ich bin kein Soziologe, aber ist dass wirklich so wünschenswert?

Wenn also Herr Lobo sagt, das Internet werde immer mehr ein Teil des Soziallebens und es greift an unerwarteten Stellen ins Leben der Menschen ein (die Zitate stammen aus dem Interview-Video auf oben verlinktem tagesschau.de-Artikel), dann muss die Frage erlaubt sein, ob wir immer noch das Internet kontrollieren, oder das Internet inzwischen uns.

Ich selber nutze fast täglich das Internet, sei es um für die Uni zu lernen, oder einfach zur Unterhaltung. Um zu kommunizieren nutze ich E-Mail, Messenger und Internetforen. Mit meinem Freundeskreis kann ich aber auch gänzlich ohne Internet in Kontakt bleiben und das ist auch gut so.

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