Das Layout und die Schriftgröße

Die aktuelle Generation der gängigen Browsermodelle bringt inzwischen standardmäßig ein nettes Feature mit sich: den Seitenzoom. Dabei wird die komplette Seite inklusive aller Grafiken und Schriften maßstabsgerecht vergrößert. Das hat den Vorteil, dass Websites mit fixen Layouts (z.B. mit fester Gesamtbreite) vergrößert werden können, ohne dass die Schrift aus dem Rahmen tanzt, oder gar das Layout zerfällt.

Bedeutet das jetzt, dass man sich als Webdesigner zurücklehnen kann und sich um elastische oder flexible Layouts nicht mehr zu kümmern braucht? Ich denke nicht. Zugegeben, ein fixes Layout geht relativ stressfrei umzusetzen, man kann Pixelgenau arbeiten und die Seite sieht bei einem Großteil der Besucher nahezu identisch aus. Aber wie sieht es mit der Zugänglichkeit aus? Der Browserzoom nützt nämlich nichts wenn der Benutzer von vornherein mit einem größeren Schriftgrad ankommt.

Der Schriftgrad ist ein Faktor, auf den der Webdesigner nur bedingt Einfluss hat und auch keinen zu großen Einfluss nehmen sollte. Zwar werden die meisten Besucher den Standard von 16 Punkten nicht ändern, aber eine Website sollte auch noch bei deutlich höheren Schriftgraden zumindest benutzbar bleiben. Besser ist es, wenn das ganze Layout mitwächst und die Zeilenlänge, die Abstände etc. im Verhältnis gleich bleiben. Das lässt sich umsetzen, in dem man Breiten nicht in px sondern z.B. in em definiert.

Es spricht prinzipiell nichts gegen fixe Layouts, gerade wenn es sehr aufwändige grafikorientiere Gestaltungen sind, aber man sollte immer im Hinterkopf haben, dass die Seite auch noch bei größeren Schriftgraden funktioniert und sich nicht nur auf den Seitenzoom verlassen.

PS. Bevor mir jetzt jemand "Wasser predigen, Wein trinken" vorwirft, ich werde die Tage das Bloglayout umstellen und dazu auch ein paar Worte schreiben.

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